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Mencea - Dark Matter Energy Noir [Modern Metal / 2008] Griechenland ist bekannter weise kein Land, das sich zu den Hochburgen des Metals zählen kann. Folglich ist es umso interessanter die CD einer griechischen Combo zu besprechen und einen Einblick in die dortige Szene zu erlangen.
Bei Mencea handelt es sich um eine eher junge Band aus Athen, die sehr modernen Metal spielt. Gegründet im Jahre 2004, nahmen die fünf Jungs erst einige Demoaufnahmen auf und haben nun ihren ersten Longplayer am Start. Dieser nennt sich „Dark Matter Energy Noir“ und wurde von niemand geringerem als Daniel Bergstrand (auch verantwortlich für Werke von In Flames oder Soilwork, um nur zwei zu nennen) abgemischt. Das Mastering übernahm George Marino, der schon für Bands wie Metallica, ACDC oder Iron Maiden gute Arbeit geleistet hat.
Zwei große Namen und eine große Scheibe? Wir werden sehen...
Mencea versprechen auf ihrer Myspace-Präsenz „groove-orientierten intensiven modernen Metal“. Diese Beschreibung trifft das Dargebotene auf den Punkt. Die Gitarren klingen sehr dynamisch und dominieren das Klangbild. Unterstützt werden sie dabei von den Drums, die den Songs jede Menge Geschwindigkeit und Druck verleihen. Tiefe und Atmosphäre bekommen die einzelnen Lieder dann durch das Keyboard. Dieses ist sehr gut ins Klangbild integriert; es produziert dezente Melodien im Hintergrund, ohne sich zu stark aufzudrängen. Dazu passend variieren die Vocals zwischen tiefen Growls und einem höheren Keifen. Variation ist ein Aspekt, der generell auf dieser CD groß geschrieben wird. Ein Lied besteht aus so vielen verschiedenen Untersegmenten, dass es beim ersten Hören kaum in seiner Ganzheit zu erfassen ist. Dadurch wirkt die Platte beim ersten Durchlauf teilweise überladen und nicht richtig stimmig in sich, da die Wechsel einfach zu krass sind. Die Songs wirken langatmig und bleiben eher schwer im Gedächtnis, auch wenn es super eingängige Refrains und Passagen gibt. Gibt man der Scheibe jedoch einen zweiten/dritten/vierten Durchlauf, so wächst sie mit jedem. Plötzlich passen die einzelnen Segmente sehr gut zusammen und in jeder Nummer lassen sich neue Details entdecken.
Empfehlen würde ich hier besonders für die erste Runde im CD-Player den zweiten Track: „Ardad“. Dieses gehört zu den eher übersichtlichen Liedern, für die man nicht mehrere Durchläufe braucht, und enthält durch gezielten Keyboardeinsatz interessant gestaltete atmosphärische Passagen.
Als zweiten Anspieltipp würde ich „When Strife and Greed collide“ nennen. Jenes ist der wohl sperrigste Song auf der ganzen CD, allerdings auch der facettenreichste. „When Strife and Greed collide“ kann man ohne Probleme in drei Teile unterteilen. Der erste bietet dabei die typische Kost dieser Scheibe, wohingegen die beiden anderen größtenteils aus instrumentalen Parts bestehen. In diesen zeigt die Band ihr volles Potential und zieht den Hörer voll in ihren Bann.
Einen Tiefpunkt kann man so nicht bestimmen. Dafür ähneln sich die Lieder in ihrer Grundart zu sehr; es gibt keins, was aus dem typischen Stil auch nur ein Stück weit ausbricht. Das kann man vielleicht positiv sehen, wenn man diese Grundart abgöttisch liebt. Sollte dem jedoch nicht so sein, kommt man auch schnell an einen Punkt, an dem man einfach genug hat.
Wie gesagt: Diese Platte ist nicht ganz einfach zugänglich, beinhaltet jedoch auch eine Menge toller Momente. Interessant ist sie auf jeden Fall für Fans modernen Metals, mit deutlichen Death Metal-Einschlägen. Zeit muss man ihr jedoch in jedem Fall geben; Eingängigkeit schreibt sich anders. Mit Bands wie In Flames kann Mencea sich nach dieser VÖ noch nicht auf eine Stufe stellen, jedoch ist der Grundstein gelegt. Für ein Debüt ist das Dargebotene definitiv beachtlich!
Tracklist:
1. The Passing
2. Ardad
3. Forbidden
4. Deep in the Under
5. The Holy Cast
6. Eminence
7. Curse the Damned
8. When Strife and Greed collide
Hinzugefügt am: 09. November 2008 Autor: Torben Knöpfler Link: Homepage Hits: 428 Sprache: german Punkte:    (7/10) Legende: 1 Müll
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