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Absu - Absu [Extreme Metal / 2009] Boar, was für eine Umstellung: Mein letztes Review galt der simplen aber präzisen „Constant Hate“ von Postmortem, nun begebe ich mich an ein anspruchsvolleres Werk: Die neue Absu. Absu?! Ja, tatsächlich – die Amis um den Extrem-Drummer Proscriptor haben nach 7 Jahren Ruhe im Schacht wieder ein neues Werk am Start. Schlicht mit „Absu“ betitelt ist das inzwischen fünfte Werk in voller Länge und ob es hält, was sein Name verspricht, lest ihr in den folgenden Zeilen.
„Mach mal halblang!“ - Dieser Satz ist mir beim Hören von „Absu“ immer und immer wieder in den Kopf gekommen. Wie ein ICE mit Tempo 300, rauscht dieses Werk durch die Gehörgänge und kann zwar feine Akzente setzen, scheitert allerdings auf Grund seiner Geschwindigkeit an nachhaltigen Eindrücken. Spätestens nach der zweiten Nummer ertappe ich mich bei dem Gedanken einfach das Tempo auf 0,5 herabzusetzen. Diese Problem ist vor allem auf das Drumming zurückzuführen. Proscriptor scheint ganz offensichtlich eine Schwäche für die Double-Bass zu hegen und nimmt bei einigen Songs den Fuß keine Sekunde von dieser. Damit prügelt er auch die Gitarrenfraktion erbarmungslos vorwärts. Das Ergebnis: Vereinzelte, sehr gelungene melodiöse Einsprengsel und Breaks, die allerdings im sonstigen „Vorwärts, vorwärts!“-Einerlei nicht ihre volle Wirkung entfalten können. Der Gesang (auch hier: Proscriptor) schafft es da auch nicht, weitere Aspekte hinzuzufügen: Eine Tonlage (mit marginalen Clean-Experimenten) und ab die Post! Das fällt nicht störend auf, schließlich keift sich Proscriptor amtlich durch die 45 Minuten, trägt aber auch nicht dazu bei, die CDs durch neue Facetten zu bereichern. Die Keys sind in diesem Punkt schon wesentlich erfolgreicher und bauen mit ihren dezenten Arrangements interessante Passagen in die Songs ein. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass „Absu“ absolut keine Scheibe zum Nebenbei-Hören ist. Vor allem auf das rasante Tempo muss sich eingelassen werden, dann kommen auch die Feinheiten, die vor allem im Drumming und bei der Gitarrenarbeit liegen, zum Vorschein. Diese machen „Absu“ trotz Tempo 300 zu einem interessanten Hörvergnügen – nimmt man sich die Zeit.
Was bleibt also unterm Strich?
“Absu” ist eine atmosphärisch stimmige und technisch versierte Scheibe, die tempomäßig allerdings zu viel Fahrt aufnimmt. Für Geschwindigkeitsfetischisten sicherlich ein Muss, für alle anderen empfehle ich hier einen Test auf der Myspace-Seite der Jungs – auf 45 Minuten gestreckt, können gefühlte 1000bps ziemlich anstrengend werden, auch wenn die technischen Finessen für eine Menge entschädigen.
Anspieltipp: Sceptre Command
Tracklist:
01. The Absu Of Eridu & Erech
02. Night Fire Canonization
03. Amy
04. Nunbarshegunu
05. 13 Globes
06. Of The Dead Who Never Rest ...
07. Magic(k) Square Cipher
08. In The Name Of Auebothiabathabaithobeuee
09. Girra's Temple
10. Those Of The Void Will Re-Enter
11. Sceptre Command
12. Ye Uttuku Spells
13. Twix Yesterday, The Day & The Morrow
Share Twitter It Hinzugefügt am: 15. März 2009 Autor: Torben Knöpfler Link: Myspace Hits: 360 Sprache: german Punkte:   (6/10) Legende: 1 Müll
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