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Age of evil - Living a sick dream [Heavy Metal / 2009]

Albumcover„Früh übt sich, ...“ oder „Noch nicht mal Haare am Sack und schon im Puff Schlange stehen“ ? Schwarz oder weiß – So sieht es aus, wenn eine Band mit Mitgliedern zwischen 15 und 18 ihr erstes Album in Eigenregie aufnimmt und ihre ersten Resonanzen auf der Weltbühne erntet. Besonders kritisch wird es dabei, wenn besagte Jungs sich zudem an den Helden einer Epoche orientieren, die sie selbst nur an den Brüsten ihrer Mutter nuckelnd erlebt haben. Belächelt von neunmal klugen Kuttenträgern, versehen mit „Kiddie“-Schmähungen – jeder, der sich nur ansatzweise in der Metal Szene auskennt, weiß, wovon ich spreche. Dass es auch völlig anders kommen kann, beweist der Fall der Jungs von Age of evil. „Best Newcomer of 2007“ im Heavy Magazin, Auftritte auf dem Bang your head – Die Szene spart nicht gerade mit Lob an den rockenden Jungspunden. Genug Gründe also, sich selbst von den Fähigkeiten eben dieser zu überzeugen.

Bevor es damit jedoch losgehen kann, eröffnen Age of evil mit einer Coverversion. „Call me evil“ von Ballistic musste dran glauben. Auch wenn das Cover an und für sich gelungen ist, war es wahrscheinlich nicht die beste Idee damit los zulegen, schließlich verdeutlicht es direkt zu Beginn die Parallelen zwischen Nachwuchs und Altrockern. Diese bleiben durch das ganze Album hindurch erhalten, fallen aber nicht störend auf. Das liegt vor allem an dem technisch hohen Niveau, auf welchem sich Age of evil 42 Minuten bewegen. Rasend schnell Gitarren, fette Soli und ein akzentuiertes Drumming. Wenn diese Jungs schon jetzt so gut sind, wie klingt das dann erst in 10 Jahren? Am Zusammenspiel der einzelnen Instrumente können Age of evil freilich noch basteln – für die ganz großen Momente fehlt hier noch etwas, auch, wenn Songs wie „Fingertips of fate“ schon ziemlich nah dran sind. Auch ausbaufähig ist der Gesang von Sänger Jeremy Goldberg. In den höheren Stimmlagen stößt dieser teilweise an seine Grenzen und ein bisschen mehr Druck hinter den Vocals würde ihm generell gut zu Gesicht stehen.

Diese Kritikpunkte ändern allerdings nichts an der Tatsache, dass Age of evil mit „Living a sick dream“ einen starken Erstling aus dem Ärmel gezaubert haben. Vor allem in Anbetracht des Alters der Künstler und dem momentanen Schrumpfen der traditionellen Metal Szene, sollte diese Leistung besonders gewürdigt werden. Kuttenträger aufgepasst – Hier kommt was auf euch zu!

Anspieltipps: Land of yours, Glimpse of light, Fingertips of fate

Tracklist:
01.Call Me Evil
02.You Can t Change Me
03.A Call To Arms
04.Living A Sick Dream
05.The Storm
06.Land Of Yours
07.Fingertips Of Fate
08.Glimpse Of Light
09.Dawn Of A New Era
10.Eye For An Eye

  


Hinzugefügt am: 13. April 2009
Autor: Torben Knöpfler
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Sprache: german
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