14 Jahre nachdem sich Kalmah unter dem Banner Ancestor zusammenfanden, veröffentlicht der Oulu-Fünfer – Oulu liegt in Finnland – sein viertes Studioalbum, welches auf den Namen „The Black Waltz“ hört.
Schon beim Opener „Defeat“ bekommt man das um die Ohren, was einem auch in den folgende zehn Stücken erwartet: eine ordentliche Portion melodischer Todmetall aus Finnland. Das Stück erinnert nebenbei ein wenig an die lieben Bodom-Kinder, was an den Keyboard- und Gitarrensoli recht deutlich wird. Die folgenden „Bitter Metallic Side“, „Time Takes Us All“ und „To the Gallows“ verdeutlichen das noch ein wenig mehr und zeigen welche Klasse Kalmah besitzen.
Nach einem kleinen Akustikstück names „Svieri Doroga“ folgt mit dem Titelsong die erste von mehreren Nummern, die Vergleiche mit Graveworm und Konsorten zulassen, allerdings auch sehr eigenständig klingen. Die Songs weisen eine gewisse Spur von Härte auf, ohne aber die Melodien zu vernachlässigen.
Einer von vielen Höhepunkten auf „The Black Waltz“ ist „The Groan of Wind“, das schon etwas an einen melodischen Heavy oder Power Metal-Song mit Growl erinnert.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass Kalmah ein richtig gutes Album abgeliefert haben, das sicherlich den einen oder anderen Liebhaber finden wird. Allerdings kommt das Ende der Scheibe ein wenig plötzlich, was eigentlich der einzig richtig nennenswerte Kritikpunkt ist. Freunde des melodischen Todmetalls dürfen sich diese Platte nun zu Gemüte führen.
Tracklist:
1. Defeat
2. Bitter Metallic Side
3. Time Takes Us All
4. To the Gallows
5. Svieri Doroga
6. The Black Waltz
7. With Terminal Intensity
8. Man of the King
9. The Groan of Wind
10. Mindrust
11. One From the Stands