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Masterplan - MK II [Melodic Power Metal / 2007]

AlbumcoverKnapp zwei Jahre sind nun seit dem letzten Werk „Aeronautics“ vergangen. Zwei Jahren in denen viel passiert ist. Jørn Lande verließ im Mai 2006 aufgrund musikalischer Differenzen die Band. Uli Kusch folgte, aus bislang unerklärlichen Gründen, Jørn aus der Band. Für Jørn Lande kam Mike DiMeo (Riot, The Lizards) und für Uli kam niemand geringeres als Mike Terrana (Axel Rudi Pell, ex-Rage) in die Band. Ob die beiden ihrem Ruf auf dem neuen Werk „MK II“ - was auch immer der Titel bedeuten soll – gerecht werden bleibt nun zu klären.

Über Mike Terrana muss man nicht viele Worte verlieren, denn er ist zweifelsohne ein grandioser Drummer und passt mit seinem Spiel auch zum Masterplan-Sound. Hinter Mike DiMeo hingegen steht ein großes Fragezeichen. Ich habe ihn mit The Lizards schon mal live sehen dürfen und bin auch von seiner Gesangsleistung überzeugt, doch er tritt ein schweres Erbe an.
Wenn man an Songs wie „Soulburn“, „Bleeding Eyes“ oder „Into the Light“ von „Masterplan“ denkt, läuft es einem kalt den Rücken runter. Jørns Gesangsleistung und auch -stil waren zu dieser Zeit grandios. Zu „Aeronautics“ wurde er etwas cleaner und hatte nicht mehr so den rauchigen Charakter ins einer Stimme, was aber nicht schlimm war, denn die Songs waren immer noch großartig. Nimmt man eine Mike DiMeo nun in den Blickpunkt, so stellt man fest, dass diesem das rauchige Aroma fehlt. Hört man sich aber zum Beispiel „Take Me Over“ von „MK II“ an, so wird man eines besseren belehrt. In anderen Songs hingegen fehlt der rauchige Charakter von Jørn Landes Stimme, wodurch etwas Charme flöten geht. Man muss aber auch sagen, dass die Songs von „MK II“ mit einem Jørn Lande am Mikro zum Großteil nicht klingen würden, denn die Songs sind für Mike DiMeo zugeschnitten worden und so klingen sie auch, weshalb Mike ein würdiger Ersatzmann ist.
Bleibt nur noch eins übrig, über das man sich auslassen kann: Die Songs. Kurz gesagt: Großartig. Sie weisen eine enorme Bandbreite auf. Von groovig („I'm Gonna Win“) über theatralisch („Lost and Gone“) bis hin zu highspeed Geballer („Masterplan“) wird all das geboten, was man von Masterplan kennt. Auch die Tatsache, dass Axel Makenrot (Keyboard) über Passagen wieder mal nichts zu tun hat.

Insgesamt zeigt sich, dass Materplan mit „MK II“ ein würdigen „Aeronautics“-Nachfolger abgeliefert haben, der aber nicht an die Klasse von „Masterplan“ herankommt. Zudem hat man mit den beiden Mikes (DiMeo und Terrana) würdige Ersatzleute gefunden, die den Masterplan-Sound auf ihre Art und Weise bereichern. Also reinhören und freuen.

Tracklist::
1. Phoenix Rising
2. Warriors Cry
3. Lost and Gone
4. Keeps Me Burning
5. Take Me Over
6. I'm Gonna Win
7. Watching the World
8. Call the Gipsy
9. Trust In You
10. Masterplan
11. Enemy
12. Heart of Darkness

  


Hinzugefügt am: 20. Februar 2007
Autor: Dominic Türk
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Sprache: german
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