Erst vor Kurzem erschien die Wiederveröffentlichung von "Wigand" und "Hiltia", nun erscheint das neue Studioalbum "Noor" der deutschen Pagan-Veteranen. Wie das klingt werden wir bald Hören.
Nach einem gelungenen Intro kommt das Lied "Storm", welches schon erahnen lässt, dass "Noor" wesentlich reifer ist als die alten Alben. Die Flöten werden spärlicher eingesetzt und klingen weniger aufdringlich und der Gesang klingt auch wesentlich besser.
Sofort ins Ohr geht "Am Grunde des Meeres", der Refrain weiß zu gefallen und der Text ist auch gelungen, sehr überraschend ist auch die Humppa-Stelle in der Mitte des Songs. Darauf folgt das großartige "Sons Of The Damned", welches schon auf dem Hiltia-ReRelease als Appetizer zu finden war. Der weibliche Cleangesang hier ist einfach umwerfend, genau wie das Klavierzwischenspiel und die Screams. Auch "Adorned Brood" ist ein wahrer Ohrwurm mit eher cleanen Vocals und nur spärlich eingesetzter Flöte.
Es fällt auch allgemein auf, dass Adorned Brood die kitschigen Pagan Elemente stark zurückgeschraubt haben und dafür mehr auf Melodien im Gesang setzen. Das erhöht natürlich den Ohrwurmcharakter und macht die Lieder auch auf Dauer interessanter, weil eben keine Flöten nerven. Das letzte Lied ist ein wohl allen bekannter Seemanss-Chanty, nämlich "Drunken Sailor". Dieses Humppa-lastige Lied darf ab jetzt auf keiner Saufparty mehr fehlen, Spassgarantie.
Adorned Brood haben einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht, die Lieder klingen erwachsener und machen sehr viel mehr Spass, sehr gelungenes Album.
Tracklist:
01. Intro
02. Storm
03. Am Grunde des Meeres
04. Sons Of The Damned
05. Noor
06. Adorned Brood
07. Schiff der Toten
08. Trollmelody
09. Under Yggdrasil
10. Drunken Sailor