Schon das Cover der CD lässt nichts friedliches erwarten, der Gehörnte persönlich steigt aus der Erde und zwei Priester versucehn vergeblich, ihn zurückzudrücken und zwei Nonnen versuchen ihn mit Kreuzen zu verschrecken. Songtitel wie "Lucifer's Betrayal" oder "136 Bastard Priests Murdered" machen schnell klar, dass wir es hier mit einem tiefschwarzen Werk zu tun haben.
Black Metal anno 2008 ist häufig verschnörkelt mit übertrieben vielen Keyboards, Streichern, cleanem Gesang und anderen Spielereien. Nicht so bei Nefarium. Alles was man hier hört ist purer Hass, Kälte und Christenfeindlichkeit. Durchweg rasendes Drumming und schneidende Riffs lassen dem Hörer kalte Schauer über den Rücken laufen, der hasserfüllte Gesang, insofern man bei dem Geröchel noch von Gesang reden darf, tut seinen Teil dazu. Trotzdem findet man Andeutungen von Melodie in der Kehlkopfarbeit und auch intrumentaltechnisch wird nicht ausschließlich auf stupide Gewalt gesetzt, sondern kleine Melodien und Grooves eingesetzt, allerdings nicht zu häufig, was den Fans des Genres entgegenkommen sollte. Bei den Songs "Merchants Of Hope" und "An Old Black Cage" haben sich die Dunkelheimer Verstärkung an der Gitarre geholt und zwar keinen Geringeren als Chaq Mol von Dark Funeral. Auch eine Gaststimme ist vertreten, nämlich Infaustus von Setherial. Zu hören ist er bei "Sin Of An Apostel".
Diese CD wird alle, die Black Metal der alten Schule lieben, begeistern, denn hier wird purer Hass zelebriert, ohne Spielereien, aber trotzdem nicht langweilig. Zugreifen empfohlen.
Tracklist:
01. Lucifer's Betrayal
02. The Damned Descent
03. 136 Bastard Priests Murdered
04. Merchants Of Hope
05. Doctrina Haereticorum
06. Thirty Coins Of Judas
07. An Old Black Cage
08. Sin Of An Apostle
09. Episcopal Whip